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Fragezeichen aus Wolken am Himmel

9 Sonnenschutz-Tipps: Darauf müssen Sie achten!

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Wir wollen die Sonnentage genießen. Ob am Strand, im Garten oder auf der Fahrradtour. Doch wie schützen wir uns vor den gefährlichen UV-Strahlen und deren Hautkrebsrisiko? Mit diesen 9 Sonnenschutz-Tipps sind Sie für die schönste Jahreszeit gerüstet.

1. Wann brauche ich einen Sonnenschutz? Der UV-Index

Ob wir einen speziellen Sonnenschutz brauchen, hängt davon ab, wieviel der schädlichen UV-Strahlung tatsächlich auf unsere Haut kommt. Aufschluss darüber gibt der UV-Index. Dieser hängt von der Jahreszeit, dem Wetter und der Höhe ab und gibt Aufschluss darüber, wie hoch die maximale Sonnenbrandgefahr an einem bestimmten Tag ist.

UV-IndexUV-Gefahrenindexempfohlene Schutzmaßnahmen
0-2keine bis geringnicht erforderlich
3-5mittelsehr empfehlenswert
6-7hocherforderlich
8-10sehr hochunbedingt erforderlich
ab 11extremsind ein Muss

Im Winter kommt der UV-Index selbst an sonnigen Tagen nicht über den ungefährlichen Wert von 2 hinaus. Doch im Sommer kann selbst an bewölkten Tagen ein hoher UV-Index vorliegen. Wer also ganz auf Nummer sicher gehen möchte, wirft zunächst einen Blick auf den UV-Index vor Ort.

Zudem ist entscheidend, wie lange Sie erwarten in der Sonne zu sein. Wenn Sie den ganzen Tag auf einer Fahrradtour draußen oder am Strand sind, müssen Sie eher auf einen ausreichenden Sonnenschutz achten, als wenn Sie hauptsächlich drin bleiben. Hinter normalem Fensterglas im Büro und Auto sind wir vor UV-Strahlen geschützt.

2. Verwenden Sie einen für Ihren Hauttyp passenden Lichtschutzfaktor

Doch welcher Lichtschutzfaktor ist nun der richtige für mich? Wichtig ist es, Sonnenbrand zu vermeiden, denn dieser ist ein unmissverständliches Zeichen, dass die Haut zu viel hatte. Wie hoch der LSF sein sollte, hängt dabei stark vom eigenen Hauttyp ab. Dunklere Typen haben von Natur aus einen stärkeren Eigenschutz vor der Sonne. Sie brauchen einen geringeren LSF. Je heller der Hauttyp, desto höher sollte auch der eingesetzte LSF sein.

TypNameBeschreibung
IKeltischer TypMerkmale
sehr helle Hautfarbe
rötliches oder hellblondes Haar
Sommersprossen
wird nicht braun, sondern bekommt Sommersprossen
Eigenschutzzeit
<10 Minuten
IINordischer TypMerkmale
- helle Hautfarbe
- blonde, hellbraune oder - dunkelbraune Haare
- oft Sommersprossen
- langsame, minimale Bräunung
häufig Sonnenbrand
Eigenschutzzeit
10 - 20 Minuten
IIIMischtypMerkmale
mittlere Hautfarbe
dunkelbraunes oder hellbraunes, dunkelblondes Haar, manchmal auch blondes oder schwarzes Haar
kaum Sommersprossen
langsame, aber fortschreitende Bräunung bis hellbraun
manchmal Sonnenbrand
Eigenschutzzeit
20 - 30 Minuten
IVMediterraner TypMerkmale
bräunliche oder olivfarbene Haut auch in ungebräuntem Zustand
braunes oder schwarzes Haar
keine Sommersprossen
schnelle Bräunung bis mittelbraun
selten Sonnenbrand

Eigenschutzzeit
>30 Minuten
VDunkle HauttypenMerkmale
dunkle bis hellbraune Haut auch in ungebräuntem Zustand, oft ein grauer Unterton
Schwarzes Haar
keine Sommersprossen
schnelle Bräunung bis dunkelbraun
kaum Sonnenbrand

Eigenschutzzeit
>90 Minuten
VISchwarze HauttypenMerkmale
dunkelbraune bis schwarze Haut auch in ungebräuntem Zustand
schwarzes Haar
keine Sommersprossen
praktisch nie Sonnenbrand
Eigenschutzzeit
>90 Minuten

Wir wissen: Jede Haut ist anders. Darum muss jeder für sich selbst herausfinden, welchen LSF er braucht. Dies ändert sich auch mit der Zeit. Direkt nach dem Winter braucht selbst ein dunkler Hauttyp einen hohen LSF. Die meisten Menschen sind mit einem LSF 30 in den meisten Fällen gut bedient. Ein höherer Schutz kann dazu führen, dass die Haut ihre eigenen Abwehrkräfte nicht entwickelt und sich so auch nicht an die Sonne gewöhnt. Besonders helle Typen oder Risikogruppen kommen an einem LSF 50 allerdings nicht vorbei.

3. Achten Sie auf ausreichenden UVA Schutz

Eine Sonnencreme muss vor UVA- und UVB-Strahlen schützen. Sonnenbrand wird hauptsächlich durch UVB-Strahlen ausgelöst. Der Lichtschutzfaktor auf der Sonnencreme weist hautpsächlich den Schutz gegen diese energiereichen UV-Strahlen aus. Die weniger energiereichen UVA-Strahlen lösen zwar nicht unmittelbar einen Sonnenbrand aus, doch auch sie schädigen die Haut langfristig und sorgen so für Hautalterung und erhöhte Krebsgefahr. Mittlerweile haben fast alle Produkte auf dem Markt das UVA-Siegel (UVA in einem Kreis), das bedeutet, dass der UVA-Schutz mindestens 1/3 des UVB-Schutzes beträgt. Dennoch lohnt sich ein schneller Blick auf die Verpackung, um ganz sicher zu gehen.

4. Seien Sie nicht sparsam mit der Sonnencreme

Die auf den Verpackungen ausgewiesenen LSF werden im Labor mit Mengen von 2mg/cm² Haut bestimmt. Das ist sehr viel Creme. Wer nur die Hälfte verwendet, erreicht auch nur die Hälfte des LSF, wenn überhaupt. Daher ist es wichtig reichlich Sonnencreme zu benutzen und nicht zu sparsam zu sein.

Theoretisch bedeutet ein LSF von 30, dass man dreißig Mal so lange in der Sonne bleiben kann, wie ohne Sonnencreme. Doch diese Zeit ist eben nur theoretisch. Durch Schwitzen, Schwimmen und Abrieb lässt der Sonnenschutz mit der Zeit nach. Man sollte also ungefähr alle zwei Stunden nachcremen. Bei besonderer Belastung auch häufiger.

5. Achten Sie auf verträgliche UV-Filter und Inhaltsstoffe

Wir empfehlen mineralische UV-Filter wie Zinkoxid oder Titandioxid. Diese sind sicher und verträglich. Nicht alle chemischen UV-Filter können wir empfehlen. Ein genauer Blick auf die Inhaltsstoffe ist daher immer wichtig. Welche sonstigen UV-Filter wir empfehlen, finden Sie in der Übersicht: UV-Filter in Sonnencremes.
Doch nicht nur die UV-Filter sind für die Verträglichkeit von Sonnencremes entscheidend. Besonders wer eine empfindliche Haut hat, sollte darauf achten, dass die Cremes parfümfrei sind. Die Duftstoffe reagieren unter der UV-Strahlung und können phototoxische Reaktionen der Haut auslösen und eine Sonnenallergie begünstigen. Rötungen und Pickel sind die Folge. Ein Überblick der von uns genau unter die Lupe genommenen Sonnencremes finden Sie hier: 14 Sonnencremes im Test.

6. Unterstützen Sie die Haut mit aktiven Wirkstoffen wie Vitaminen und Antioxidantien

Kein UV-Filter bietet absoluten Schutz. Wir müssen die Haut daher auch dabei unterstützen, sich selbst zu reparieren und die freien Radikale abzuwehren, die durch die UV-Strahlung entstehen. Antioxidantien und Vitamine, die die Haut dabei unterstützen, sollten in keiner Hautcreme fehlen. Vitamin E ist dabei ein Muss, aber auch Vitamin C oder Q10 sind hervorragende Radikalfänger.

7. Gönnen Sie der Haut eine Sonnenpause

Die freien Radikale abzuwehren, die durch die Sonne entstehen, ist für die Haut anstrengend wie ein Boxkampf. Darum sollten wir der Haut nach jeder Runde Sonne eine Pause gönnen. Gehen Sie einfach aus der Sonne und suchen Sie ein schattiges Plätzchen auf. Ihre Haut wird es Ihnen danken.

Übrigens, können Sie so auch einer Sonnenallergie vorbeugen. Diese tritt besonders häufig zu Beginn des Jahres auf, wenn die Haut noch wenig eigenen Schutz entwickelt hat. Weitere Tipps, wie Sie einer Sonnenallergie vorbeugen können, finden Sie hier: Sonnenallergie: erkennen, vorbeugen, behandeln.

Das gilt auch für diejenigen, die sich gerne bräunen und einen gewissen Teint erreichen wollen. Das Signal braun zu werden bekommt die Haut schon nach wenigen Minuten Sonneneinstrahlung. Nach ca. 15 Minuten nimmt der Stress in der Haut so sehr zu, dass sie danach sogar langsamer bräunt.

8. Auch Kleidung und Sonnenschirm schaffen der Haut Verschnaufpausen

Auch ein Sonnenhut, Sonnenbrille und entsprechende Kleidung bringen der Haut die nötige Sonnenpause. Am Strand sollte der Sonnenschirm nicht fehlen. Auch Kleidung und Sonnenschirme halten die UV-Strahlung unterschiedlich gut ab. Wie gut sie das tun, wird mit dem UV-Schutzfaktor (USF) oder Ultraviolet Protection Factor (UPF) gemessen, und wird häufig von den Herstellern angegeben.

9. Die richtige Pflege danach – After-Sun

Selbst wenn wir am Tage alles richtig gemacht haben – mit der richtigen Sonnencreme ausreichend und häufig gecremt, öfter im Schatten gewesen und UV-abweisende Kleidung getragen – die Haut hatte trotzdem einiges zu tun. Denn wir können nie alle UV-Strahlen abwehren, und die Wärme macht der Haut auch zu schaffen. Darum ist die Haut nach einem Sonnentag ausgetrocknet, gestresst und angeschlagen.

Gegen die Trockenheit benötigt die Haut Feuchtigkeitsspender. Gegen den oxidativen Stress, der durch die freien Radikale ausgelöst wird, benötigen wir Vitamine als Radikalfänger. Hier hilft vor allem das Antioxidationsdoppelpack Vitamin E und Q10. Die bereits entstandenen Schäden in der Haut müssen repariert werden. Dexpanthenol hilft der Haut, sich selbst zu helfen. Vitamin C und A helfen ebenfalls bei der Hautregeneration. Ein gutes After-Sun sollte diese drei Punkte im Blick haben. Leider gibt es auch viele Produkte auf dem Markt, die lediglich kühlen und nur wenig Wirkstoffe enthalten.

Fazit: Genießen ohne Reue

Für den richtigen Sonnenschutz ist es wichtig, die Haut zu schützen und aufzubauen. Entscheidend ist es, Sonnenbrand zu vermeiden. Keine Sorgen machen, kein Sonnenbrand, kein Problem. Mit diesen Tipps haben Sie die Sonne im Griff und können den Sommer genießen.

Quellen
Deutscher Wetterdienst – UV-Gefahrenindex
Pharmazeutische Zeitung – Der richtige Umgang mit Sonne
Wikipedia – UV-Index
Wikipedia – Hauttyp
Wikipedia – Lichtschutzfaktor

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