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Gelbe Phospholipide Blasen im Wasser

Phospholipide – Geheimnis wirksamer Kosmetik

Jeder kennt die Stars der Anti-Aging-Inhaltsstoffe wie Retinol, Vitamin C oder Panthenol. Es gibt aber auch Wirkstoffe, die kaum bekannt sind und dennoch die Grundlage wirksamer Kosmetik bilden. Dazu zählen die Phospholipide. Ihr wirkungsvollster Vertreter ist das Phosphatidylcholin – der Hauptbestandteil jeder menschlichen Zellmembran. Was hat dieser Stoff mit Anti-Aging-Kosmetik zu tun? Die einfache Antwort: Alles! Denn Phosphatidylcholin bildet die Grundlage einer Creme und wirkt auf verschiedenste Art:

  1. Es fungiert als Träger für Vitamine
  2. Es stärkt die Hautbarriere und sorgt für eine gute Durchfeuchtung
  3. Es sorgt für eine kontinuierliche Hauterneuerung und bildet eine sanfte Alternative zum Peeling mit Vitamin A oder Fruchtsäure
  4. Es wirkt gegen Verhornungsstörung und sorgt für ein feineres Hautbild

Phospholipide als Basis einer Creme

Warum cremen wir uns eigentlich ein? Ganz klar, wir wollen unsere Haut mit allem versorgen, was sie braucht, um optimal zu funktionieren. Das sind Feuchtigkeitsspender und natürliche Lipide (also Fette) für eine gute Durchfeuchtung und Vitamine, die dem Alterungsprozess entgegenwirken. Für beides ist die Basis einer Creme entscheidend. Diese muss nämlich in der Lage sein, alle Komponenten auch in die Haut zu bringen. Genau hier kommen die Phospholipide ins Spiel. Genauer: das Phosphatidylcholin – Grundlage natürlicher Wirkkosmetik. Auf der INCI-Liste erkennt man Phosphatidylcholin übrigens nicht direkt . Es ist ein besonderer Auszug des Lecithins und verbirgt sich hinter der Bezeichnung Hydrogenated Lecithin.

Was macht Phosphatidylcholin in einer Creme? Es ist ganz einfach ein natürlicher Emulgator. Eine Creme besteht immer aus Wasser und Fett. Genauer sind es kleine Öltröpfchen, die sich gleichmäßig im Wasser verteilen. Damit sich Wasser und Öl mischen können, werden in der Regel Emulgatoren verwendet. Häufig sind diese hautfremd und legen sich wie ein Film auf die Haut. Die wichtigste Funktion des Cremens findet also gar nicht statt – weder Vitamine, noch Fette können in die Haut gelangen. Anders ist dies bei Kosmetik auf der Basis von Phosphatidylcholin. Wasser und Öl werden nämlich nicht durch den Einsatz eines künstlichen Emulgators gemischt, sondern durch echte Zellmembranen, die sich um die Öltröpfchen legen. Das ist die Basis wirksamer Kosmetik. Denn genau diese Zellmembranen aus Phosphatidylcholin tragen Fette, Feuchtigkeitsspender und Vitamine in die Haut – da wo sie wirken können.

Phosphatidylcholin – Cremes mit Langzeitwirkung

Das ist aber noch nicht alles. Denn Phosphatidylcholin entwickelt selbst ganz erstaunliche Wirkungen auf unsere Haut. So ist es in der Lage, die Bestandteile der Creme in unsere Hornschicht (die oberste Schicht unserer Haut) zu bringen, wo sie sich nachhaltig anlagern. In unserer Hornschicht entsteht quasi ein Depot aus Feuchtigkeitsspendern, Lipiden und Vitaminen, das die Haut nachhaltig nährt. Die Vitamine können so über die Zeit in unsere Epidermis (die tieferen Hautschichten) gelangen und ihre positive Wirkung auch dort entfalten. Die Feuchtigkeitsspender und Lipide sorgen nachhaltig für eine gute Durchfeuchtung der Haut.

Hauterneuerung und ein feineres Hautbild

Das natürliche Strahlen der Haut wird heute gerne als ‘Glow’ bezeichnet. Genau dieser ‘Glow’ entsteht durch die hauterneuernde Wirkung des Phosphatidylcholin. Dafür sorgt der Hauptbestandteil unseres unbekannten Anti-Aging-Helden: die Linolsäure. Gerade im Alter ist der Körper auf eine erhöhte Zufuhr angewiesen. Bei der Anwendung von Cremes auf Basis von Phosphatidylcholin erhöht sich der Anteil von Linolsäure in unserem Hauttalg nachhaltig. Diese kann dann gegen Verhornungstörungen an den Talgdrüsen wirken. So können Poren optisch verkleinert werden, da sie nicht mehr verstopft sind. Die Linolsäure ist es auch, die unsere Hauterneuerung auf sanfte Art und Weise fördert. Es entsteht ein sanfter Peeling-Effekt, der zwar etwas länger braucht (ca. 3 – 4 Wochen), sich aber in seiner sichtbaren Wirkung vor AHA- oder Retinol-Peelings nicht zu verstecken braucht. Wir haben es schon immer gesagt: Gute Hautpflege wirkt nicht über Nacht.

Fazit

Phosphatidylcholin ist ein unbekannter Anti-Aging-Allrounder, der es ermöglicht, Cremes zu formulieren, die nachhaltig wirken. Für uns ist es der Grundstein wirksamer Kosmetik, denn dieser Stoff sorgt dafür, dass alle weiteren Anti-Aging-Inhaltsstoffe ihre volle Wirkung entfalten können. Man fragt sich natürlich, warum man so selten von diesem Inhaltsstoff hört. Nun ja, wir haben jetzt einen ganzen Artikel verfasst und nur das Allerwichtigste erklärt. Welcher Kosmetikkonzern hat in dieser schnelllebigen Welt für so etwas noch Zeit ;-) Ich freue mich, dass Sie diesen Text gelesen haben.


Quellen

Truth in Aging – Phosphatidylcholin
Handbook of Cosmetic Science and Technology – Liposomes

Kommentare*
  • Meike

    Hallo,
    Also sind chemische Peelings zusätzlich gar nicht mehr nötig? Man bekommt den selben Effekt nur eben langsamer? Habe bisher zusätzlich immer noch mit BHA ( gegen Pickel) und Mandelsäure gepeelt von Highdroxy, kennt ihr vielleicht. Ist das zu viel dann?

    • Liebe Meike,
      vielen Dank für Ihre Nachricht.
      Nötig sind chemische Peelings in Kombination mit unserer Hautcreme+ nicht. Das Peeling auf der Basis von Mandelsäure, ist im Vergleich recht sanft und daher auch weniger bedenklich als viele Alternativen. Hier gilt wie so häufig: jede Haut ist anders. Wenn Sie mit den Produkten von Highdroxy gut zurechtkommen (sie sind von der Zusammensetzung absolut in Ordnung), dann verwenden Sie sie ruhig weiter. Sie lassen sich mit der Hautcreme+ gut kombinieren. Allerdings bleibt auch ein schonendes Peeling reizend, weshalb wir von einer täglichen Verwendung von Fruchtsäure-Peelings abraten.

      Wir hoffen, wir konnten mit dieser Antwort weiterhelfen :-)
      Liebe Grüße – Tanja

      • Meike

        Ja, vielen Dank!

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