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Sonnenallergie: Erkennen, vorbeugen, behandeln

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Was ist eigentlich eine ‘Sonnenallergie’? Ist man tatsächlich auf UV-Strahlung allergisch, wenn sich nach dem Sonnenbad rote Pusteln auf der Haut zeigen? Oder kann es auch ganz andere Ursachen haben? In diesem Artikel widmen wir uns den Ursachen der Sonnenallergie. Vor allem aber erklären wir Ihnen, wie Sie einer Sonnenallergie vorbeugen können und welcher Sonnenschutz für die empfindliche Haut besonders geeignet ist.

Was ist eine Sonnenallergie?

Diese Frage lässt sich gar nicht so einfach beantworten. Die Ursachen für eine Reaktion gegen die Sonne – auch Lichtausschlag genannt – können nämlich ganz unterschiedlich sein. Einige Menschen reagieren tatsächlich direkt auf UV-Strahlung, während andere auf die Mischung aus Sonnenlicht und anderen Stoffen reagieren. Auch die Symptome auf der Haut sind vielfältig: es bilden sich Pickel, Pusteln, Knötchen oder Quaddeln. In einigen Fällen entsteht starker Juckreiz, manchmal bleibt dieser jedoch aus. Sonnenallergie ist vor allem bei Kindern und Jugendlichen verbreitet. Prinzipiell kann sie aber auch noch im Erwachsenenalter auftreten.

Sonnenallergie erkennen: eigentlich ganz einfach

Im Grunde ist es einfach, eine Sonnenallergie zu erkennen. Waren Sie in der Sonne und haben danach mit den genannten Symptomen zu kämpfen, scheint das auch mit der UV-Strahlung zusammenzuhängen. Aber wo genau die Ursache liegt, ist schwer zu sagen. War es einfach die UV-Strahlung? Haben Sie vielleicht die falsche Kosmetik benutzt? Oder reagieren Sie vielleicht auf UV-Strahlung in Kombination mit anderen Allergenen (Gräser oder Pollen)?  Im nächsten Absatz gehen wir näher auf die bekannten Ursachen ein.

Was sind die Ursachen für eine Sonnenallergie?

So vielfältig wie die Symptome sind auch die Ursachen für die Sonnenallergie. Sie hat so viele Unterformen und Ausprägungen, dass die Medizin sich anscheinend damit abgefunden hat, meist nicht zu wissen woher sie kommt. Die häufigste Form der Sonnenallergie trägt das im Namen. Es ist die ‘idiopathische polymorphe Lichtdermatose’.

idiopathisch – ohne bekannte Ursache
polymorph – mit ganz unterschiedlichen Symptomen
Lichtdermatose – Entzündung der Haut durch Sonnenlicht

Ist doch sonnenklar! Oder auch nicht…?  Sagt Ihnen ein Arzt also den Satz: “Das ist eine idiopathische polymorphe Lichtdermatose.”, heißt es eigentlich: “Das ist eine Entzündung der Haut durch Sonnenlicht. Aber ich kann Ihnen nicht sagen, wo die Ursache liegt.”

Übrigens, die prominenteste Form der Sonnenallergie, die ‘Mallorca Akne’, ist auch eine Form der polymorphen Lichtdermatose. Ausnahmsweise ist diese Unterform recht leicht zu erkennen. Es bilden sich nämlich kleine Knötchen unter der Haut. Diese sind recht fest, es eitert nichts und es entstehen auch keine Pickel und Pusteln. Mallorca Akne entsteht vor allem Im Frühjahr, wenn die Haut eine lange Auszeit vor der Sonne hatte.

Ursache bekannt: die photoallergische Lichtdermatose

Wenn man genau weiß, auf welchen Stoff man allergisch reagiert, dann spricht man von einer photoallergischen Lichtdermatose. Natürlich ist es von Vorteil, wenn man die Ursache kennt. Allerdings können die Allergene so vielfältig sein, dass es manchmal einfach zu schwierig ist, sie zu identifizieren. Bekannte Auslöser einer Sonnenallergie können sowohl kosmetische Inhaltsstoffe als auch Medikamente sein. Kompliziert wird es bei Kreuzallergien mit bekannten Allergenen wie Birke, Gräsern oder Pollen. Leider gibt es unzählige Möglichkeiten.

Wer sich tiefer mit dem Thema befassen möchte, dem empfehlen wir folgende Übersicht aus dem Ärzteblatt: Lichtdermatosen: Diagnostik und Therapie. Wir konzentrieren uns im Folgenden lieber auf allgemeine Tipps zum Thema und gehen nicht weiter auf die zahlreichen Ausprägungen und Unterformen ein.

2 Tipps: So beugen Sie der Sonnenallergie vor

1. Beginnen Sie im Frühjahr langsam

Die häufigste Zeit für den Ausbruch einer Sonnenallergie ist das Frühjahr. Bei einigen Formen, wie der Mallorca Akne, sind gerade die ersten Tage und Stunden in der Sonne kritisch. Hat sich die Haut erst an die Sonne gewöhnt und ist etwas vorgebräunt, verschwinden auch die Beschwerden. Dies ist nicht bei jeder Sonnenallergie der Fall, aber dennoch empfiehlt es sich, nicht gleich in der Sonne zu brutzeln – auch wenn der Sonnenschutz entsprechend hoch ist. Womit wir auch schon beim zweiten Tipp wären.

2. Schützen Sie sich vor der Sonne

Na gut, das versteht sich eigentlich von selbst. Vor allem, wenn man schon Erfahrungen mit Reaktionen gegen die Sonne gemacht hat, ist Vorsicht geboten. Es hilft, so viel Haut wie möglich durch Textilien (am besten solche mit eingebautem Lichtschutz) abzudecken. Die lichtexponierten Stellen sollten mit einem zuverlässigen Sonnenschutz eingecremt werden. Dabei sollten Sie natürlich niemals die Produkte erneut verwenden, mit denen Sie schon einmal Probleme gehabt haben. Da es gar nicht so einfach ist, den richtigen Sonnenschutz bei Sonnenallergie auszuwählen, haben wir die wichtigsten Punkte im folgenden Absatz für Sie zusammengetragen.

Was ist die richtige Sonnencreme bei Sonnenallergie?

Einerseits kommt es darauf an, was nicht in der Sonnencreme ist. Auf der anderen Seite ist es natürlich wichtig, dass sie sicheren und verträglichen Schutz bietet und die Haut optimal unterstützt.

Vorsicht: Meiden Sie Duftstoffe und chemische UV-Filter

Verzichtet werden sollte auf: Duftstoffe und bestimmte UV-Filter. Duftstoffe können phototoxisch wirken und im schlimmsten Fall auch Allergien und Altersflecken begünstigen. Gerade in einer Sonnencreme haben diese daher nichts verloren. Eine Sonnenallergie gegen UV-Filter ist zwar relativ selten, dennoch empfiehlt es sich, auf die Filter Octocrylene und alle Filter, die auf “-cinnamate” enden, zu verzichten. Das sind z. B. Isoamyl P-Methoxycinnamate und Octyl Methoxycinnamate.

Zink Oxide und Titanium Dioxide: mineralisch und verträglich

Sicheren und verträglichen Schutz bieten hingegen physikalische UV-Filter, wie Zink Oxide oder Titanium Dioxide. Da diese generell reaktionsträge sind und die Haut nicht reizen, sind sie auch die Filter der Wahl bei empfindlicher und zu Sonnenallergie neigendender Haut. Diese Filter sind übrigens auch bei Kindern und Babies die populärste und beste Wahl.  Aber auch der Einsatz einiger chemischer Filter ist vertretbar. Was genau der Unterschied ist und welche Filter Sie bedenkenlos verwenden können, erfahren Sie in diesem Artikel: UV-Filter in Sonnencremes – welche sind wirklich gut.

Gerade bei Sonnenallergie: Vitamine und Antioxidantien

Wenn Ihr Sonnenschutz Panthenol, Vitamin C oder Vitamin E enthält, ist das ein großes Plus. Diese natürlichen Antioxidantien schützen die Haut zusätzlich vor der schädlichen Wirkung von UV-Strahlen. Denn wenn UV-Strahlen auf unsere Haut treffen, entstehen immer auch kleine Mikroentzündungen. Die natürlichen Vitamine helfen sofort dabei, diese Entzündungen zu lindern. Dies kann in einigen Fällen sogar den Ausbruch einer Sonnenallergie verhindern. Übrigens, genau diese kleinen Entzündungen sind auch die Ursache für den Sonnenbrand.

UVA- und UVB-Schutz: sicher ist sicher

Sowohl UVA- als auch UVB-Strahlen können zur Sonnenallergie führen. Wichtig ist, dass Ihre Sonnencreme vor beiden Strahlen schützt. Achten Sie also darauf, dass Ihre Sonnencreme das UVA-Siegel auf der Verpackung aufweist. Das sind einfach die Buchstaben UVA in einem Kreis.

Sonnenallergie: Was tun?

Der Juckreiz lässt sich akut am effektivsten mit cortisolhaltigen Salben lindern. Die stärkeren davon sind verschreibungspflichtige Medikamente und dies aus gutem Grund: Cortisol sollte nicht langfristig verwendet werden, weil es auf Dauer der Haut schadet, u. a. indem es sie ausdünnt. Deswegen empfehlen wir, bei schweren Beschwerden – und generell immer bei Blasenbildung – einen Arzt aufzusuchen.

Bei leichteren Beschwerden eignen sich Hausmittel wie kalte Kompressen aus Joghurt oder Quark. Einige Menschen schwören auf Aloe Vera, obwohl dabei Vorsicht geboten ist: auch hier sind allergische Reaktionen nicht ausgeschlossen. Bei Sonnenbrand hat es unserer Familie aber immer sehr gut getan.

Da es sich bei der Sonnenallergie um entzündliche Prozesse handelt, helfen natürlich auch Vitamine und Antioxidantien. Diese lindern die Entzündung und helfen der Haut, sich selbst zu helfen – wie schon der Anbieter einer bekannten Heilsalbe erkannt hat. Perfekt geeignet sind dafür allerdings auch unsere Bodylotion+ sowie unsere  Hautcreme+, die die Hautbarriere stärken und entzündungshemmend wirken.

Fazit

Die Symptome und Ursachen für eine Sonnenallergie sind so vielfältig, dass sogar die Medizin den Überblick verloren hat. Entstehen Rötungen, Pickel oder Pusteln nach dem Sonnenbad, ist Vorsicht geboten. An erster Stelle ist es wichtig, die Sonne dann zu meiden. Textilienschutz durch Kleidung, Sonnenhüte, Sonnenbrille etc. sind deswegen wichtig.

Hautbereiche, die dadurch nicht abgedeckt werden können, sollten mit einer Sonnencreme geschützt werden. Am besten geeignet sind mineralische UV-Filter, wie z. B. Zinc Oxide und Titanium Dioxide, da diese beiden Mineralien pflegend wirken und die Haut sanft schützen, ohne sie zu reizen.

Ideal dafür ist unsere Beyer & Söhne Sonnencreme+. Sie gewährleistet rein mineralischen Schutz und versorgt die Haut mit einer Menge Antioxidantien und hautähnlichen Stoffen für natürlichen Schutz. Auf chemische UV-Filter sollte man nach Möglichkeit verzichten bzw. sich vorsichtig herantasten und ausprobieren, ob man diese verträgt.

Quellen

Ärzteblatt – Lichtdermatosen: Diagnostik und Therapie.
Derma.de – Phototoxische und photoallergische Reaktionen
Pubmed –  True photoallergy to sunscreens is rare despite popular belief.
Pubmed – Phototoxic and photoallergic skin reactions.
Wikipedia – Mallorca Akne (Acne Aestivalis)

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