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Vitamin C in der Hautpflege – wie wirkt es?

Vitamin C – jeder hat es schon einmal gehört, doch nur die wenigsten wissen um die Funktion dieses Anti-Aging Vitamins. Wie wirkt Vitamin C in der Haut? Was hat es in unserer Gesichtspflege zu suchen? Wirkt eine Creme oder doch ein Serum besser gegen Falten? Und vor allem: Welche Eigenschaften muss eine Vitamin-C-Creme haben, um wirklich wirksam zu sein?

Vitamin C unterstützt die Haut bei wesentlichen Funktionen und trägt auf verschiedene Weise zu einer gesunden, schönen Haut bei:

  1. Es ist ein wirksames Antioxidans, das freie Radikale unschädlich macht.
  2. Es ist wesentlich am Aufbau von Kollagen beteiligt, das unserer Haut die Struktur gibt.
  3. Es hilft bei Akne und Pigmentflecken.

Vitamin C als Antioxidans

Bei den Stoffwechselprozessen im Körper entstehen ständig neue freie Radikale. Aber auch Umwelteinflüsse wie UV-Strahlung, Luftverschmutzung und Zigarettenrauch generieren jede Menge Radikale. Diese Moleküle sind instabil und zerstören auf der Suche nach Reaktionspartnern Zellmembranen, Lipide und Proteine, die für eine gesunde Haut essentiell sind.

Um diese freien Radikale davon abzuhalten der Haut oder dem gesamten Organismus zu schaden, benötigen wir Antioxidantien. Diese machen freie Radikale unschädlich und können so die vorzeitige Hautalterung aufhalten. Neben Vitamin C gibt es noch viele weitere potente Antioxidantien wie Vitamin A, Vitamin E, Q10 oder Resveratrol.

Vitamin C gegen Falten

Kollagen bildet das Gerüst der Haut und gibt ihr die nötige Festigkeit und Spannkraft. Wenn tiefe Falten im Gesicht zu sehen sind, ist das Kollagengerüst nicht stark genug. Mehr Informationen über Kollagen in unserer Haut finden Sie in diesem Artikel.

Vitamin C hilft gleich doppelt: Erstens schützt es das Kollagengerüst vor freien Radikalen und zweitens unterstützt es den Körper bei der Produktion von neuem Kollagen. So sorgt Vitamin C für ein gesundes und stabiles Kollagengerüst, das größere Spannungen aushält, bevor es reißt. Die Haut bleibt länger faltenfrei.

Vitamin C bei Akne und Pigmentflecken

Die antioxidative Wirkung von Vitamin C hilft auch gegen Entzündungen. Dies ist ein Grund, warum Vitamin C bei Akne helfen kann. Es lindert Mikroentzündungen in der Haut, die durch Akne hervorgerufen werden. Auch das Voranschreiten der Akne wird durch Oxidationsprozesse verursacht, bei denen Vitamin C wirkt. Deswegen sollte Vitamin C bei der Behandlung von Akne nicht fehlen.

Auch bei einer vermehrten Bildung von Pigmentflecken kann Vitamin C helfen. Dieses Phänomen ist unter dem Begriff der Hyperpigmentierung bekannt. Wir wollen uns von unglaubwürdigen Heilaussagen bewusst distanzieren und verweisen auf den aktuellen Stand der Forschung. Vitamin C hat in Studien gezeigt, dass es die übermäßige Melaninbildung hemmt und somit der Bildung von Altersflecken entgegenwirkt. Des Weiteren schützt Vitamin C unsere Haut vor UV-Strahlung. Auch diese photoprotektiven Eigenschaften können bei Altersflecken helfen.

Welche Vitamin C-Form und -Konzentration ist am besten?

Häufig werden wir nach der idealen Form und Konzentration von Vitamin C in der Hautpflege gefragt. Doch leider lässt sich diese Frage nicht pauschal beantworten. Vitamin C ist nicht gleich Vitamin C. Es gibt nämlich viele verschiedene Vitamin-C-Formen, die sich für die äußerliche Anwendung eignen, und in der Kosmetik eingesetzt werden.

Die unterschiedlichen Formen werden auch Derivate genannt. Bestimmt haben Sie schon von der einen oder anderen Form gehört:

  • Ascorbinsäure (‘reines’ Vitamin C),
  • Ascorbyl Glucoside (Verbindung zwischen Ascorbinsäure und Traubenzucker),
  • Magnesium Ascorbyl Phosphate oder Sodium Ascorbyl Phosphate (salzartige Ester-Form),
  • oder Vitamin C Ester, wie z. B. Ascorbyl Palmitate

In den folgenden Absätzen wollen wir darauf eingehen, welche dieser Formen in der Kosmetik am besten wirken kann. Dabei gehen wir auch der Frage auf den Grund, wann ein Serum und wann eine Creme Einsatz finden sollte.

Reines Vitamin C: wirksam, aber nicht in einer Creme

Am direktesten wirkt das reine Vitamin C, die Ascorbinsäure, oder auch L-Ascorbinsäure genannt (INCI: Ascorbic Acid). Im Gegensatz zu den anderen Derivaten muss sie nicht erst in die aktive Form überführt werden. Ascorbinsäure eignet sich allerdings nicht für die tägliche Pflege, denn dafür ist sie zu sauer und reizend. Reines Vitamin C kann nicht in einer Creme verarbeitet werden, da es zu oxidationsanfällig ist und sich schnell zersetzt. Allerdings kann es in einem Serum zum Einsatz kommen. Dieses sollte dann jedoch nicht täglich angewendet werden.

Wenn Sie das beste Vitamin C Serum suchen, müssen Sie allerdings einiges beachten. Bei einem Serum mit reinem Vitamin C muss die Formulierung einen streng sauren pH-Wert aufweisen. Außerdem eignet sich nur ein luftdichter Pumpspender zur Darreichung. Auch wenn Pipettenflaschen sehr schön aussehen, gelangt bei der Anwendung immer wieder Luft an das Serum. So verliert das Vitamin C schnell die Wirkung. Konzentrationen von 15% – 20% sind zu empfehlen. Allerdings gilt: je höher, desto reizender. Und Vorsicht: Ab einer Konzentration von 20% nimmt die Wirkung wieder ab.

Verträglich und wirksam: unser Tipp für die tägliche Pflege

Für die tägliche Pflege eignet sich vor allem eine Creme. Magnesium Ascorbyl Phosphate ist äußerst gut verträglich, wirksam und zeigt in Studien die beste Stabilität aller Vitamin-C-Derivate. Für die beste Vitamin-C-Creme ist das ein guter Startpunkt.

Bei einer Creme gilt: Vitamin C funktioniert anders als ein Longdrink. Eine hohe Konzentration bedeutet nicht automatisch bessere Wirkung. Die Kosmetikindustrie liefert sich hier häufig ein Wettrüsten und trumpft mit Vitamin C Konzentrationen bis zu 25% auf. Hier ist jedoch Vorsicht geboten. Eine zu hohe Konzentration an Vitamin C kann durchaus Nachteile haben. Die Haut wird leicht dadurch irritiert, Rötungen und Brennen nach Wasserkontakt sind typische Folgen.

Außerdem gilt: Entscheidend ist nicht nur das Vitamin C und die Konzentration, sondern vor allem die gesamte Formulierung der Creme. Wenn die Cremestruktur dazu geeignet ist, Vitamine in die Haut zu tragen, kann bereits eine geringe Dosierung zu erstaunlicher Wirkung führen.

Vitamin-C-Creme oder Serum – was ist besser?

Die Basis der Hautpflege ist immer eine gute Creme. Diese sollte sich nicht nur auf einzelne Wirkstoffe beschränken, sondern die natürliche Funktionsweise der Haut unterstützen. Mit natürlichen Lipiden, Bausteinen der Haut und umfangreichen Anti-Aging-Wirkstoffen, wie z. B. Vitamin A, Hyaluronsäure und Phospholipiden. So wird die Hautgesundheit ganzheitlich gefördert. Eine weitere Pflege ist dann nicht notwendig.

Allerdings kann auch ein Serum die Haut intensiv mit Vitamin C versorgen. Mit der richtigen Formulierung ist es in der Lage, die wirkungsvollste Form des Vitamin C in die Haut zu bringen: reine Ascorbinsäure. Wem eine Creme also zu wenig ist, der kann durchaus mit einem Serum ergänzen, sollte aber einige Dinge beachten. In der folgenden Tabelle können Sie sich darüber einen Überblick verschaffen.

 Vitamin C CremeVitamin C Serum
Wofür?Rund-um-Pflege für jeden Tag mit weiteren Substanzen und WirkstoffenKein Ersatz für exzellent formulierte Pflege, sondern eher ein 'Anti-Aging-Kick'
Perfekte Konzentration?Keine pauschale Antwort möglich. Die Gesamtformulierung ist entscheidend.Perfekte Konzentration:
15% - 20%
Vorsicht:
Ab 20% nimmt die Wirkung ab
Beste Wirkung?
Gesamtformulierung und Cremestruktur entscheidendStabilisierung entscheidend, saurer pH-Wert, luftdichter Pumpspender, kein Luftkontakt, im Idealfall gekühlt
Beste Form?Vitamin C Derivat:
Magnesium Ascorbyl Phosphate
Reines Vitamin C: Ascorbinsäure, INCI: Ascorbic Acid

Die Erfolgsformel – das richtige Vitamin C in der richtigen Creme

Um die Kollagenproduktion anzuregen und das Vitamin in der Haut als Antioxidans wirken zu lassen, braucht man nicht nur das richtige Vitamin C, sondern auch eine Creme, die das Vitamin C durch die Hautbarriere in tiefere Hautschichten transportiert. Das funktioniert am besten in einer Creme mit dem richtigen Trägerstoff.

In unserer Hautcreme+ verwenden wir das hauteigene Phosphatidylcholin, um Wirkstoffe tief in die Haut zu tragen. Das Vitamin C verwenden wir in einer stabilen und verträglichen Form – Magnesium Ascorbyl Phosphate. Und da unser Vitamin C in tiefen Hautschichten so gut wirkt, brauchen wir davon keine bedenklich hohe Konzentration zu verwenden. So werden Hautirritationen vermieden, ohne auf die langfristigen Effekte des Vitamin C zu verzichten.

Für eine umfangreiche Wirkung enthält unsere Hautcreme+ nicht nur Vitamin C, sondern viele weitere Wirkstoffe wie Vitamin A, Vitamin E, Resveratrol, Q10 und Hyaluronsäure für zusätzliche Feuchtigkeit.
Natürlich ist auch wichtig, was eine Hautpflege alles nicht enthält. Damit keine Irritationen auftreten und die Pflege richtig wirken kann, verfolgen wir eine strikte Frei-von-Philosophie. Mineralöle, Silikone, sowie Farb- und Duftstoffe finden in unserem Wirkkonzept keinen Platz.

Fazit

Studien zeigen, dass Vitamin C nicht nur die Kollagensynthese unterstützt und freie Radikale bekämpft, sondern auch gegen Altersflecke und Akne wirkt. Die wirkungsvollste Form des Vitamin C ist die reine Ascorbinsäure (INCI: Ascorbic Acid), die sich aber nur schwer in Kosmetik verarbeiten lässt. Für die tägliche Pflege empfehlen wir eine Creme mit einem Vitamin-C-Derivat. Hier hat sich Magnesium Ascorbyl Phosphate als besonders stabil erwiesen. Die beste Wirkung erreicht man in Kombination mit der richtigen Grundcreme und weiteren antioxidativen Wirkstoffen.

Dieser Artikel wurde im März 2017 aktualisiert.

 

Quellen

Beauty Brains – Which kind of Vitamin C is best for skin?
PubMed – Effects of Magnesium Ascorbyl Phosphate on the Expression of Inflammatory Biomarkers after Treatment of Cultured Sebocytes with Propionibacterium acnes or Ultraviolet B Radiation
PubMed – Inhibitory effect of magnesium L-ascorbyl-2-phosphate (VC-PMG) on melanogenesis in vitro and in vivo.
PubMed – Vitamin C in dermatology
Wikipedia – Ascorbinsäure
Wikipedia – Theorie der freien Radikale

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