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Hautpflege ab 30

Hautpflege ab 30: Was muss eine Hautcreme leisten?

Was passiert eigentlich in der Haut, wenn sie altert? Der Alterungsprozess beeinflusst alle Bereiche der Haut. Darum muss man bei der Suche nach der richtigen Hautpflege die 4 Hauptbereiche im Blick haben, durch die Hautalterung besonders sichtbar wird: 1. Zellregeneration, 2. Ceramide, 3. Kollagen und 4. der Natural Moisturizing Factor. Wir erklären, wie Ihre Haut auch im Alter strahlend gesund bleibt.

Altern beginnt ab 30 Jahren

Mit dreißig fängt man erst so richtig an zu merken, dass man keine zwanzig mehr ist. Nicht nur die Party am Wochenende hinterlässt einen Nachhall bis zum Mittwoch, auch im Gesicht zeigen sich die ersten Fältchen und die jugendliche Frische beginnt langsam zu verblassen. Dies gilt für uns alle, Männer wie Frauen, gleichermaßen. Einige von uns, mit besonders robusten Genen oder einem gesunden Lebensstil merken dies erst später. Die Hautalterung beginnt jedoch ungefähr mit dreißig, auch wenn wir vielleicht noch nicht so viel davon sehen.

Bis Ende zwanzig ist der Körper noch damit beschäftigt, den Körper aufzubauen und alle Gene voll zu exprimieren (aktivieren). Euch ist vielleicht schon aufgefallen, dass einige Menschen ab 25 Jahren plötzlich anfangen so auszusehen, wie ihre Eltern. Die Gene können ein Monster sein!
Mit etwa dreißig jedoch stellt sich der Körper auf das Durchhalten ein. Wachstum nur wenn unbedingt nötig. D. h. um jetzt Muskeln zu bekommen, müssen wir mehr trainieren und auch unsere Haut zeigt langsam Verschleißspuren.

Was passiert in der Haut, wenn sie altert?

Je älter wir werden, desto mehr freie Radikale sammeln sich im Körper an. Das sind Moleküle, die auseinander gefallen und nun auf der Suche nach neuen Reaktionspartnern sind. Dabei reagieren sie häufig mit Molekülen, die noch woanders gebraucht werden, und damit richten sie großen Schaden an. Man spricht von oxidativem Stress.

Das tückische an freien Radikalen ist, dass sie überall gebildet werden und jeden Bereich des Stoffwechsels der Haut beeinflussen. Ganz egal, ob Sie normale Haut, Mischhaut, unreine Haut oder trockene Haut haben.  Die Auswirkungen der freien Radikale auf die Haut sind vielfältig. Blasse oder fahle, trockene oder gereizte Haut bis hin zu tiefen Falten können die Folge sein. Das hat im wesentlichen vier Gründe:

1. Verlangsamte Zellregeneration

Durch den oxidativen Stress können sich die Hautzellen nicht richtig entfalten. Sie funktionieren nicht mehr richtig und teilen sich weniger häufig. D. h. wir haben mehr alte, verbrauchte Zellen in unserer Haut und weniger junge, frische Zellen. Dadurch wird das Gesamtbild der Haut beeinträchtigt und sie verliert ihre jugendliche Frische.

2. Abnahme der Ceramide in der Haut

Ceramide stabilisieren die Lipidschichten zwischen den Hautzellen. Erst durch sie kann die natürliche Hautbarriere richtig funktionieren. Nehmen die Ceramide ab, sinkt auch der Schutz der Haut und Reizstoffe können in die Haut gelangen. Rötungen und Entzündungen können folgen.

3. Schwächung des Kollagen-Gerüstes

Kollagen bildet das Gerüst unserer Haut und sorgt dafür, dass sie gleichzeitig straff und flexibel bleibt. Mit dem Alter schleichen sich immer mehr Konstruktionsfehler ein, so dass das Gerüst brüchig wird. Das ist besonders tückisch, weil es ein schleichender Prozess ist. An Stellen, wo die Haut viel bewegt wird, bricht das Gerüst und es entstehen tiefe Falten – und wenn die einmal da sind, gehen sie nicht so schnell wieder weg. Leider wird gerade die Haut im Gesicht durch unsere Mimik besonders viel bewegt.

4. Rückgang des Natural Moisturizing Factor

Der Natural Mositurizing Factor (NMF) bezeichnet die verschiedenen Stoffe, die in der Haut für Feuchtigkeit und damit für eine glatte und weiche Haut sorgen. Wenn diese Stoffe im Alter weniger werden, wirkt unsere Haut trocken und spröde. Es entstehen kleine Fältchen – Trockenheitsfältchen – besonders um die Augen.

Creme ab 30: So kann sie wirken

Wir müssen nicht tatenlos zusehen, während unsere Haut langsam altert. Mit einer guten Hautpflege können wir dem Alterungsprozess entgegenwirken. Hier muss weniger auf das Schlagwort ‘Anti-Aging-Kosmetik’  geachtet werden, als auf die richtigen Inhaltsstoffe.

1. Vitamine gegen oxidativen Stress: Um die schädlichen, freien Radikale einzufangen, bevor sie Schaden anrichten können, brauchen wir Antioxidantien in Form von Vitaminen. Besonders wirkungsvoll für die Haut ist Vitamin E in Verbindung mit Q10. Aber es gibt auch potente pflanzliche Wirkstoffe, wie z.B. das Resveratrol.

2. Mehr Ceramide: So einfach es klingt. Wir können der Haut einfach Ceramide zuführen. Sie erreichen leicht die oberen Hautschichten, wo sie gebraucht werden.

3. Vitamine für stabiles Kollagen: Ist zu wenig Vitamin C vorhanden, wird fehlerhaftes Kollagen produziert. Mit der Zugabe von Vitamin C sorgen wir für gesundes, stabiles Kollagen. Retinol (Vitamin A) regt zudem die Kollagenproduktion an.

4. Feuchtigkeitsspender für den NMF: Viele Cremes enthalten Feuchtigkeitsspender. Eine Kombination verschiedener Feuchtigkeitsspender sorgt für eine langanhaltenden Effekt – schliesslich baut auch der NMF auf verschiedene Moleküle, um Wasser in der Haut zu speichern. Wirksam ist hier z.B. die Hyaluronsäure.

Fazit

Auf der Suche nach der richtigen Hautpflege, die die Haut lange jung und gesund halten soll, ist es hilfreich zu wissen, was in der Haut eigentlich vor sich geht. Die häufig gestellte Frage nach Moisturizer oder Anti-Aging, stellt sich nur bedingt. Eine Rundumpflege für die Haut sollte beides im Blick haben: Die kurzfristige Auffrischung und Stärkung des Natural Moisturizing Factors und die langfristige Pflege durch Vitamine und Ceramide.