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Silber an der Haut – Segen oder Fluch?

Silberionen

 Warum überhaupt Silber?

Silber hat eine antibakterielle Wirkung, was bei einigen Produkten von Vorteil sein kann. Silber in Pflastern z. B. soll verhindern, dass Bakterien in die Wunde gelangen. In Kleidung verspricht Silber weniger Geruch, da dieser durch Bakterien ausgelöst wird.

Entscheidend für die Wirkung gegen Mikroorganismen sind Silberionen (Ag+). Diese kommen aus dem in den Produkten verarbeiteten Silber. Sie reagieren mit den Proteinen der Bakterien und stören so den Stoffwechsel der kleinen Biester. Damit Silber allerdings wirken kann, müssen genügend Silberionen vorhanden sein.

Nano-Silber, was bedeutet das?

Entscheidend dafür, wie viele Silberionen aus dem Silber austreten, ist die Oberfläche der Teilchen. Je kleiner die einzelnen Teilchen, desto größer ist Ihre Gesamtoberfläche. Fünf Äpfel haben die gleiche Oberfläche wie eine Melone. Sie wiegen dabei aber weniger als die Hälfte. Je kleiner die einzelnen Teilchen werden, desto größer ist dieser Effekt und damit ihre Oberfläche.

Bei Nano-Silber sind die einzelnen Teilchen so klein, dass schon wenige Milligramm eine Oberfläche von mehreren tausend Quadratzentimetern haben. Es können folglich sehr viele Silberionen freigesetzt werden, und das Nano-Silber wirkt deswegen besonders effektiv gegen Bakterien.

Der Nachteil von Nano-Silber: Es gelangt in den Körper!

Nano-Silber hat einen großen Nachteil. Die Silberteilchen sind so klein, dass sie problemlos durch die Haut in den Körper und sogar in die Körperzellen eindringen können. Dort bleiben die Silberteilchen über lange Zeit und setzen Silberionen frei. Diese stören dann allerdings die Proteine unseres Körpers. Ein nicht unerhebliches Risiko für unsere Gesundheit. Dabei spielt es keine Rolle woher das Nano-Silber kommt. Es kann genauso aus Textilien, Kosmetika oder aus Nahrungsergänzungsmitteln kommen.

Je länger die entsprechenden Produkte mit dem Körper in Kontakt kommen, desto größere Gefahr besteht, dass die Silberteilchen in den Körper gelangen. Kosmetika, die auf der Haut bleiben, wie Cremes oder Deos, sind besonders bedenklich. Aber auch Textilien, die wir am Körper tragen, sollten nicht mit Nano-Silber behandelt sein. Sowohl das Bundesamt für Risikobewertung (BfR) als auch der BUND empfehlen darauf zu verzichten.

Wann kann Silber trotzdem eingesetzt werden?

Es muss nicht Nano sein. Es gibt auch sogenanntes Mikrosilber. Die Moleküle sind zu groß, als dass sie in den Körper eindringen könnten (einige 100-mal größer als Nano-Silber). Außerdem sind sie so geformt, dass sie eine besonders große Oberfläche haben. Diese Moleküle können zudem noch auf das spezifische Anwendungsgebiet angepasst werden. So haftet z. B. Mikrosilber für Textilien besonders gut an den Fasern und wird so nicht ausgewaschen.

Fazit

Silber verspricht antibakterielle Hygiene ohne Chemie. Tatsächlich ist seine antibakterielle Wirkung gut belegt. Doch aufpassen müssen wir bei der Art des Silbers. Denn Nano-Silber kann in den Körper eindringen und dort langfristig Schäden anrichten, die noch nicht vollständig erforscht sind. Darum Augen auf und nach dem richtigen Silber fragen. Zum Glück ziehen viele Hersteller von Silberprodukten schon nach und benutzen das sichere Mikrosilber. Auch unser Mikrofasertuch+ wird mit Mikrosilber ausgerüstet um die Verwendung so einfach und sicher wie möglich zu machen.