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Dame untersucht Spannkraft der Haut

Kollagen – Grundlage für faltenfreie Haut

Nur durch ein kräftiges Kollagengerüst kann unsere Haut länger faltenfrei bleiben. Somit ist dieses Eiweiß entscheidend für unser jugendliches Aussehen. Leider funktioniert es nicht, Kollagen einfach auf die Haut aufzutragen. Für eine langfristige Wirkung muss die körpereigene Kollagenbildung angeregt werden. In diesem Artikel erfahren Sie, welche Kosmetik Ihnen dabei helfen kann und warum Nahrungsergänzungsmittel die Hautpflege nicht ersetzen.

Was ist Kollagen?

Kollagen ist das häufigste Eiweiß (Protein) im menschlichen Körper. Es bestimmt die Struktur vieler Körperbestandteile und ist daher auch besonders wichtig. Unterschiedliche Formen von Kollagen gibt es nicht nur in der Haut, sondern auch in unseren Knochen, den Knorpeln und den Zähnen. In der Haut ist das Kollagen für Zugfestigkeit zuständig.

Neben Ceramiden (Bildung der Hautbarriere), dem Natural Moisturizing Factor (der natürlichen Regulation des Feuchtigkeitsgehalts) und der Hyaluronsäure, ist Kollagen die “Basis” der Haut. Dabei bildet es eine Art Gerüst, über das sich die Haut spannt. Kollagen ist also wesentlich am Aufbau der Haut beteiligt. Im Alter wird dieses Gerüst immer instabiler. Die Haut wird schlaffer und Falten entstehen. Der Weg zu faltenfreier Haut führt also über das Kollagengerüst. Aber was genau können Sie tun, um das Kollagengerüst zu stärken?

Kollagenproduktion: Welche Kosmetik kann Kollagen aufbauen?

Wie können Sie Ihre Kollagensynthese stimulieren und so länger faltenfrei bleiben? Am besten geht das über eine Hautpflege, die der Haut wertvolle Antioxidantien wie Vitamin C und Retinol zuführt. Beide Inhaltsstoffe sorgen nachweislich Kollagen aufbauen. Aber das ist nicht alles: die externe Belastung der Haut (z. B. durch Zigarettenrauch, Alkohol, zu viel Sonne) führt zu der vermehrten Bildung von freien Radikalen, die das Kollagengerüst schädigen. Wie so häufig gilt: Vorsicht ist besser als Nachsicht. Es lohnt sich, präventiv tätig zu werden, so dass irreparable Schäden nicht frühzeitig auftreten.

Da unser Kollagen durch freie Radikale permanent angegriffen wird, empfiehlt sich die Verwendung einer vitaminreichen Gesichtspflege. Die Vitamine können die freien Radikale unschädlich machen. Aber unsere Haut hat noch weitere Schutzmechanismen. Der NMF (Natural Moisturizing Factor) enthält viele Radikalfänger und sorgt zudem für eine gute Durchfeuchtung der Haut. Deshalb ist nicht alleine die Vitaminkonzentration einer Pflege entscheidend. Auch eine ausgeglichene Zusammensetzung natürlicher Feuchtigkeitsspender, wie z. B. SqualanGlycerin und Hyaluronsäure spielt für ein starkes Kollagengerüst eine Rolle. Davon profitiert nicht nur die Gesichtshaut, sondern auch die Haut um die Augen, die sehr dünn und empfindlich ist. Eine Augenpflege sollte daher, neben Vitaminen, immer auch natürliche Fette und Feuchtigkeitsspender enthalten. So kann eine Augenpflege unser Kollagen schützen und aufbauen.

Reines Kollagen als Inhaltsstoff: wirkt es gegen Falten?

Reines Kollagen wird in den letzten Jahren gerne in kosmetischen Produkten eingesetzt. Aber kann es tatsächlich das Kollagengerüst wieder aufbauen? Obwohl es die offensichtlichste Lösung zu sein scheint, der Haut Kollagen zuzuführen, wird dies die Kollagenproduktion nicht ankurbeln. Die Wahrheit ist, dass Kollagen als direkter Wirkstoff in Kosmetika zwar gute feuchtigkeitsspendende Eigenschaften hat, aber als Molekül viel zu groß ist, um die Haut tatsächlich zu penetrieren. So kann es nicht als körpereigenes ‘echtes’ Kollagen wirken. Die Falten werden durch reines Kollagen also leider nicht weggezaubert. Die Verwendung von Antioxidantien und hauteigenen Feuchtigkeitsspendern ist daher zweckmäßiger.

Kollagen als Nahrungsergänzungsmittel

Häufig werden wir gefragt, ob man die Kollagenproduktion mit entsprechenden Nahrungsergänzungsmitteln ankurbeln kann. Ja, denn der menschliche Organismus versucht sich rund um die Uhr zu regenerieren. Würde man ihn dabei nicht stören, indem man raucht, wenig schläft oder Alkohol trinkt, würde er dies auch problemlos meistern. An erster Stelle heißt es also: ausgewogene Ernährung, gesunde Gewohnheiten und Vorsicht bei Genussgiften! Unterstützen kann man den Organismus mit Antioxidantien, wie Vitamin C, oder der Einnahme von Aminosäuren.

Wie sieht es mit der Einnahme von Kollagenkapseln, Trinkampullen oder Kollagenpeptiden aus? Diese scheinen zumindest bisher nicht wirklich erfolgversprechend. Kollagene sind Proteine (Eiweiße). Nimmt man diese in Pillenform ein, werden sie schnell im Magen oder spätestens Dünndarm zu ihren Bestandteilen zerlegt. Dies sind im wesentlichen Aminosäuren wie Glycin, Lysin und Prolin. Diese Aminosäuren sind aber nichts Außergewöhnliches. Sie fehlen bei einer ausgewogenen Ernährung normalerweise nicht, denn sie sind in nahezu allen Eiweißen vorhanden.

Es ist also leider nicht so, dass die Kollagene vom Magen in die Haut gehen und uns 20 Jahre jünger aussehen lassen! Auch Studien belegen, dass die effektivere Variante die Hautpflege ist. Das topische Auftragen (topisch bedeutet am Ort des Geschehens) versorgt die Haut viel besser mit den jeweiligen Substanzen, als die orale Einnahme. So erreicht man z. B. durch eine wertvolle Vitamin-C-Hautpflege ca. 20 mal höhere Vitamin-C-Hautkonzentrationen als durch das Schlucken von Vitamin-C-Tabletten (die entsprechende Studie finden Sie bei den Quellen).

Fazit

Kollagen sorgt für die Spannkraft in unserer Haut. Leider kann der Haut über Kosmetik kein reines Kollagen zugeführt werden. Daher empfiehlt es sich, die Kollagensynthese durch Vitamin C und Retinol zu stimulieren und die Haut vor freien Radikalen zu schützen. Dies kann durch einen gesunden Lebenswandel begünstigt werden. Präventiv empfiehlt sich auch eine vitaminreiche Pflege mit einer ausgeglichenen Zusammensetzung von Feuchtigkeitsspendern. Unsere Hautcreme+ enthält verschiedene Antioxidantien (Vitamin C, Vitamin E, Retinol), sowie hautähnliche Inhaltsstoffe (Phosphatdidylcholin, Ceramide, Squalan, Hyaluronsäure). So kann die Haut in ihrer natürlichen Funktionsweise unterstützt werden. Dies sorgt auch für ein starkes Kollagengerüst.

Quellen