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Hyaluronsäure in der Haut

Hyaluronsäure in Kosmetik? So wirkt sie richtig!

Neue Studien beweisen: Hyaluronsäure wirkt gegen Falten. In der Haut wirkt sie wie ein Wasserspeicher und sorgt für Elastizität und Spannkraft. Aber aufgepasst – Hyaluron ist nicht gleich Hyaluron. Die richtige Molekülgröße ist entscheidend. Für die beste Anti-Aging-Wirkung kann Hyaluron mit weiteren Wirkstoffen kombiniert werden. Hier erfahren Sie, wie eine Hyaluron-Creme richtig wirksam wird.

Was ist Hyaluronsäure? –  Eine kurze Einleitung

Hyaluronsäure kommt natürlich im Körper vor und ist ein wichtiger Bestandteil verschiedener Bindegewebsarten. Besonders zeichnet sich die Hyaluronsäure dadurch aus, dass sie sehr große Mengen Wasser an sich binden kann. Ein Gramm von der Substanz bindet bis zu 6 Liter Wasser!

Mit Wasser verbundene Hyaluronsäure bildet ein gelförmiges Material, das im Körper eine Fülle von Funktionen hat. So ist Hyaluronsäure der Hauptbestandteil unserer Gelenkflüssigkeit und sorgt als Schmiermittel dafür, dass unsere Gelenke, auch bei großer Belastung, standhaft bleiben.

Gerade weil Hyaluronsäure dem Körper bekannt ist, gibt es quasi keine Allergien oder Nebenwirkungen auf diesen Wirkstoff. Das beste Beispiel für die Verträglichkeit sind Hyaluronsäure-Augentropfen, die juckende, gerötete Augen beruhigen.

Wirkung in Kosmetik – es kommt auf die Größe an

Es gibt Hyaluronsäure in verschiedenen Größen. Im Groben können wir zwischen 2 molekularen Größen unterscheiden: hochmolekulare Hyaluronsäure und niedermolekulare Hyaluronsäure. Bei den kosmetischen Inhaltsstoffen, der sogenannten INCI, heißen übrigens beide Varianten einfach: Sodium Hyaluronate. Deshalb lohnt es sich, beim Hersteller weitere Informationen einzuholen.

Hyaluronsäure: hochmolekular oder niedermolekular?


Hochmolekulare Hyaluronsäure (INCI: Sodium Hyaluronate)

  • Molekülmasse: 1500 kD und größer*
  • wirkt nur kurzfristig
  • bildet einen feuchtigkeitsspendenden Film auf der Hautoberfläche
  • wirkt entzündungshemmend

Niedermolekulare Hyaluronsäure (INCI: Sodium Hyaluronate)

  • Molekülmasse: 50 kD und kleiner*
  • wirkt langfristig
  • wird im Bindegewebe der Haut gespeichert
  • hat eine nachhaltige Anti-Falten-Wirkung

*kD steht für Kilodalton. Dalton bezeichnet die Molekülmasse der Hyaluronsäure und hat sich bei der Größenangabe als zweckmäßig erwiesen.


Hochmolekulare Hyaluronsäure
 ist die deutlich größere Variante. Sie besteht aus Molekülen in der Größe von 1.500 kD und größer und kann die Hautbarriere nicht penetrieren. Allerdings bildet sie mit dem Keratin der Haut beim Verdunsten einen Film, der die Haut mit Feuchtigkeit versorgt und die Elastizität verbessert. Leider wird dieser Film relativ schnell wieder abgewaschen, so dass keine wirkliche Langzeitwirkung eintritt. Dafür hat hochmolekulare Hyaluronsäure entzündungshemmende Eigenschaften. Sie ist also durchaus pflegend und wohltuend.

Niedermolekularer Hyaluronsäure ist es möglich, in die Haut einzuziehen. Sie besteht aus Molekülen in der Größe von 50 kD und kleiner und sorgt dafür, dass Wasser im Bindegewebe der Haut gespeichert wird. Durch die zusätzliche Feuchtigkeit wird die Haut nicht nur praller und straffer, sondern auch Falten werden sichtbar verringert. Bei Verwendung von niedermolekularer Hyaluronsäure wird die Feuchtigkeit nachhaltig in der Haut gespeichert. Sie verfügt also über mehr Vorteile und vor allem eine nachhaltigere Wirkung.

Welche Hyaluronsäure wirkt in Kosmetik am besten? Beide Hyaluronsäure-Arten sind vorteilhaft für die Haut. Für uns ist deshalb eine Mischung beider Arten die beste Wahl. Allerdings sollte niedermolekulare Hyaluronsäure immer den größten Teil ausmachen – der Langzeiteffekt zählt für uns immer mehr.

Hyaluronsäuremangel – gerade im Alter

Leider lässt der Hyaluronsäureanteil im Körper mit zunehmendem Alter nach. Knackende Gelenke machen darauf aufmerksam, dass die Hyaluronsäure sich aus der Gelenkflüssigkeit verabschiedet.

Vor allem aber verliert auch die Haut mit dem Hyaluronsäureanteil an Feuchtigkeit und Elastizität. In der Folge können Falten entstehen. Wird die Haut über einen längeren Zeitraum immer wieder mit Hyaluronsäure versorgt, wird sie praller und Falten werden reduziert. Allerdings ist die Hyaluronsäure unserer Meinung nach kein Allheilmittel. Nur in Kombination mit einer starken Hautbarriere kann sie Ihre volle Wirkung entfalten.

Eine starke Hautbarriere: ohne geht es nicht

Viele der Hyaluron Filler, Seren und Cremes auf dem Markt helfen kurzfristig sehr gut. Bei einer schwachen Hautbarriere lässt die Wirkung allerdings nach, sobald das Auftragen eingestellt wird. Unverzichtbar für die langfristige Durchfeuchtung der Haut, ist deshalb die Stärkung der Barriereschicht. Nur diese verhindert nämlich einen übermäßigen Feuchtigkeitsverlust. Auch das beste Hyaluronsäure-Produkt hilft bei einer schwachen Hautbarriere nur bedingt.

Für einen langfristigen Effekt sollte eine Creme auch die Hautbarriere stärken. Unsere Hautcreme+ basiert aus diesem Grund auf einer Cremestruktur, die mit hauteigenen Inhaltsstoffen, wie Phospholipiden und Ceramiden, die Hautbarriere stärkt. Hier erfahren Sie, wie Sie Ihre Hautbarriere stärken können.

Hyaluronsäure in der Augenpflege

Wie bereits erwähnt, eignet sich Hyaluronsäure sehr gut für die Augenpflege. Allerdings braucht gerade die dünne Haut um die Augen weitere Wirkstoffe, die langfristig dafür sorgen, dass Feuchtigkeit in der Haut bleibt. Eine Augencreme sollte daher besonders ausgeglichen formuliert sein. Neben Hyaluron empfiehlt es sich, barrierestärkende Wirkstoffe zu verwenden.Besonders wichtig sind auch weitere Feuchtigkeitsspender, wie Glycerin, sowie lipidhaltige Substanzen wie Sheabutter und Squalan.

Falten: Diese Wirkstoffe helfen zusätzlich

Hyaluronsäure ist zwar erwiesenermaßen wirksam, aber bei weitem nicht der einzige Wirkstoff, mit einem starken Anti-Aging-Effekt. Um langfristig Falten vorzubeugen, empfehlen wir zusätzlich Vitamin A und Vitamin C. Diese Wirkstoffe stimulieren die Bildung von Kollagen – der Grundlage für faltenfreie Haut.
Hier finden Sie weitere Informationen zum Kollagen in Ihrer Haut.

Des Weiteren ist die Versorgung mit verschiedenen Antioxidantien von großer Bedeutung im Kampf gegen die vorzeitige Hautalterung. Wirkstoffe wie Vitamin E, Coenzym Q10 und Resveratrol fangen freie Radikale und wirken so gegen oxidativen Stress. Das wirkungsvollste Anti-Aging bleibt also ein Job für mehrere Helfer.

Fazit

Hyaluronsäure kommt natürlich im Körper vor und hat daher so gut wie keine Nebenwirkungen. Sie bindet große Mengen Wasser und kann so den Feuchtigkeitsgehalt der Haut regulieren. Während hochmolekulare Hyaluronsäure auf der Haut verbleibt, kann niedermolekulare Hyaluronsäure tiefer in die Haut einziehen und eine Langzeitwirkung entfalten. Um alle positiven Effekte zu erreichen, empfiehlt es sich, beide Größen zu kombinieren. Da die Hyaluronsäure ein Feuchtigkeitsspender ist, sollte ergänzend der Aufbau der Hautbarriere erfolgen, damit die Feuchtigkeit nicht zu schnell wieder verdunstet. So können feine Linien und Fältchen aufgepolstert werden. Hyaluronsäure ist nun ein fester Bestandteil des Anti-Aging-Cocktails unserer Hautcreme+.

Anmerkung: Streng wissenschaftlich wird Hyaluronsäure seit einigen Jahren Hyaluronan genannt. Der Begriff Hyaluron hingegen ist mehr oder weniger ein populärer Name für die Substanz in kosmetischen Produkten. Da er sich aber, vor allem im Internet, eingebürgert hat, werden sowohl dieser als auch Hyaluronsäure im Artikel benutzt. Alle drei bezeichnen dieselbe Substanz.


Quellen

Pubmed  – Efficacy of cream-based novel formulations of hyaluronic acid of different molecular weights in anti-wrinkle treatment.
Pubmed – Hyaluronate fragments reverse skin atrophy by a CD44-dependent mechanism.
Wikipedia – Extrazelluläre Matrix
Wikipedia – Hyaluronsäure

 

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