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Tagespflege mit LSF

UV-Schutz in Tagescremes: wirklich eine gute Lösung?

UV-Strahlen schädigen die Haut und lassen sie altern. Das ist bekannt und darum gibt es immer mehr Tagescremes, die auch einen Lichtschutzfaktor (LSF) ausweisen. Was nach einer guten Idee klingt, hat aber auch Nachteile. Hier erfahren Sie, worauf Sie achten müssen. 

Ist der UV-Schutz wirklich ausreichend?

Es ist richtig, dass UV-Strahlen die Haut altern lassen, indem sie freie Radikale bilden. Eine Tagescreme mit LSF verringert diese Stressquelle. So schützt sie vor Pigmentflecken und Faltenbildung.

Einen 100-prozentigen Schutz gibt es allerdings nie, da nicht alle UV-Strahlen blockiert werden können. Besonders die UVA-Strahlen, die die schleichenden Langzeitschäden verursachen, lassen sich nur schwer blockieren.

Soll eine Tagescreme mit Lichtschutzfaktor auch eine Anti-Aging-Wirkung haben, muss der UVA-Schutz hoch sein. So kann Hautalterung und Faltenbildung am besten entgegengewirkt werden. Viele Tagescremes verfügen nicht über das UVA-Siegel, das einen besseren UVA-Schutz ausweist. 

Unser Tipp: Achten Sie darauf, dass auf der Verpackung das UVA-Siegel zu finden ist. Das Siegel bescheinigt dem Produkt einen UVA-Schutz von mindestens 1/3 des UVB-Schutzes. Gemeinhin gilt: je höher der UVA-Schutz, desto besser. Fragen Sie im Zweifel Ihren Hersteller.
UVA Siegel Sonnenschutz

Dieses UVA Siegel sollte jede Tagespflege mit LSF aufweisen

Eine Tagescreme mit LSF ist anders…

Für den Schutz vor der Sonne kommen in Cremes UV-Filter zum Einsatz. Für einen ausreichenden Schutz gerade vor UVA-Strahlen, wird eine nicht geringe Menge davon benötigt. Für einen Lichtschutzfaktor 30 mit UVA-Siegel können UV-Filter schon einmal 20 % der Creme ausmachen. Das ist viel und lässt weniger Raum für andere Wirkstoffe, die gut für die Haut sind.

Die meisten verträglichen UV-Filter sind fettlöslich und fühlen sich auf der Haut fettig an. In der Creme können daher weniger der guten Öle eingesetzt werden, die die Haut mit wichtigen Lipiden versorgen.

In der Naturkosmetik werden ausschließlich mineralische UV-Filter in Form von Zink Oxide oder Titanium Dioxide eingesetzt. Diese verändern die Textur und das Gefühl auf der Haut. Hinzu kommt, dass diese Filter austrocknend wirken können. Bei unreiner Haut oder Akne kann das von Vorteil sein. Dies gilt natürlich nur, wenn die Formulierung nicht auf übermäßig viele Öle setzt. 

UV-Filter brauchen eine andere Cremebasis

Ein hoher UV-Schutz lässt sich nicht mit einer hautähnlichen Cremebasis vereinbaren (z. B. mit dem natürlichen Wirkstoff Phosphatidylcholin, dem Hauptbestandteil unserer Zellen). Deshalb kann eine Tagespflege mit LSF nie die gleiche Wirkung entfalten, wie eine sehr gute Creme mit ausschließlich hautidentischen Inhaltsstoffen. Gute Pflegeeigenschaften sind allerdings weiterhin möglich.

Auch eine Tagespflege mit hohem LSF kann gute Anti-Aging-Wirkstoffe wie Hyaluronsäure oder Vitamin C enthalten, was Ihre Haut zusätzlich vor Sonne schützt. Besonders Ceramide, die Grundbausteine unserer Haut, sind in einer Gesichtscreme mit Sonnenschutz sinnvoll. Ceramide sorgen für mehr Feuchtigkeit und verbessern somit die Eigenschutzzeit. Sie sorgen auch dafür, dass Hyaluron noch besser wirkt.

Gute UV-Filter und schlechte UV-Filter

Nicht alle UV-Filter sind auch verträglich. UV-Filter sollten keine hormonelle Wirkung aufweisen, photostabil sein und kein allergisierendes Potential haben. Ob Nanopartikel bedenklich sind, ist heiß umstritten. Wir raten von der Verwendung ab.
In diesem Artikel erfahren Sie, welche UV-Filter wir empfehlen können und welche UV-Filter wir für bedenklich halten.

Schützen Sie die Haut vor freien Radikalen

UV-Strahlen schädigen vor allem deshalb, weil sie in der Haut freie Radikale produzieren. Diese aggressiven Moleküle zerstören wichtige Bausteine einer gesunden Haut. Die Folge: vorzeitige Hautalterung. Mit einem LSF in der Tagescreme lässt sich das Problem höchstens verringern, aber nicht beseitigen. 

Freie Radikale werden auch unabhängig von der Sonne ständig im Körper gebildet. Die Gefahr droht nicht nur von außen, sondern auch von innen. Neben UV-Filtern ist deshalb die Versorgung mit Antioxidantien wichtig. Antioxidantien neutralisieren die freien Radikale und helfen unserem Organismus, länger gesund zu bleiben. Achten Sie deshalb vor allem darauf, dass Ihre Creme auch Antioxidantien enthält.

Die bekanntesten Antioxidantien sind Vitamin C, Vitamin A und Vitamin E. Es gibt allerdings auch besonders wirksame Antioxidantien aus der Natur. Astaxanthin gilt als das stärkste Antioxidans der Welt. Deshalb setzen wir es in unserer  Tagespflege mit SPF 30 ein, der Dayshade Cream. Auch das Dayshade Fluid, unser rotes Sonnenschutzöl mit SPF 50, enthält Astaxanthin.

Der beste Lichtschutzfaktor

Der beste Sonnenschutz: Ein Hut und Schatten

Der natürliche Eigenschutz unserer Haut

Die Haut verfügt über eigene Schutzmechanismen gegen UV-Strahlung. Am wichtigsten ist sicher das Melanin. Diese Pigmente sind für die Bräunung der Haut verantwortlich. Dieser Schutz wird erst aufgebaut, wenn die Haut der Sonne ausgesetzt ist. Darum bekommen wir zu Beginn des Sommers leichter Sonnenbrand als am Ende. Unsere Haut ist dann bereits im Training.

Wenn wir jeden Tag und schon bei geringer UV-Belastung einen Lichtschutzfaktor benutzen, verwehren wir der Haut diesen Trainingseffekt und ihr eigener Schutz wird nicht aufgebaut. Wie allerdings am Anfang beschrieben: Eine Creme mit LSF blockiert nie die ganze Strahlung. Ein kleiner Trainingseffekt bleibt also auch bei einem Produkt mit Lichtschutz.

Vitamin D: Sonnenschutz ja oder nein?

Vitamin D ist lebenswichtig für den Körper. Es wird mithilfe von UVB-Strahlung in der Haut gebildet. Schon geringe Lichtschutzfaktoren blockieren die körpereigene Synthese von Vitamin D. Deshalb sorgen sich viele VerwenderInnen einer Tagescreme mit LSF über ihren Vitamin-D-Spiegel. Es sieht also nach einer Zwickmühle aus. Entweder Sonnenschutz oder Vitamin D. Was ist nun wichtiger? 

Fakt ist: In unseren Breiten ist es sehr schwer, einen ausreichenden Vitamin-D-Spiegel durch die UV-Strahlung zu erreichen. Das hängt natürlich auch mit unserem Lebensstil zusammen. Wir sind meistens bekleidet und halten uns oft in geschlossenen Räumen auf. Deshalb empfehlen wir, den Vitamin-D-Spiegel im Blut bestimmen zu lassen und entsprechend zu supplementieren. Egal ob täglicher Sonnenschutz oder nicht.

LSF oder nicht: Was ist unsere Empfehlung?

Jede Haut ist anders, und auch das Schutzbedürfnis eines jeden Einzelnen ist unterschiedlich. Selbst hier bei Beyer & Söhne gibt es verschiedene Meinungen zu dem Thema. So benutzt der eine das ganze Jahr über UV-Schutz im Gesicht, während andere nur bei starker Sonne und Bewegung im Freien zur Sonnencreme greifen. Am Ende muss jeder für sich selber entscheiden, doch wir haben eine klare Empfehlung in Abhängigkeit vom UV-Index.

Der Stress, dem die Haut an verschiedenen Tagen durch die UV-Strahlung ausgesetzt ist, ist unterschiedlich hoch. Gemessen wird dies mit dem UV-Index. Übrigens wird der UV-Index auch in der Wetter-App der meisten Smartphones angezeigt.

UV-Index 0-2: Bei diesem geringen UV-Index würden wir keinen Sonnenschutz empfehlen. Mit der zusätzlichen Wirkung einer guten Tagespflege ist die Haut deutlich besser bedient. In den Wintermonaten liegt der UV-Index im Schnitt bei 1.

UV-Index 3: Hier lohnt sich ein Lichtschutzfaktor in der Tagespflege abhängig davon, ob Sie viel draußen sind.

UV-Index 6 und höher: Bei einem hohen oder sogar sehr hohen UV-Index ab 6 sollte die Tagespflege mit LSF schon einen Faktor von mindestens 30 haben und mit einem UVA-Siegel auch einen entsprechenden Schutz vor UVA-Strahlen bieten.

Fazit

UV-Strahlen schädigen die Haut und lassen sie schneller altern. Eine Tagescreme mit UV-Schutz kann hier Abhilfe schaffen, ist aber auch mit Nachteilen verbunden. Wer eine Tagescreme mit LSF in Erwägung zieht, sollte diese im Blick haben und abhängig von seinem eigenen Schutzbedürfnis und dem aktuellen UV-Index entscheiden.

 Hautcreme+Dayshade CreamHerkömmliche Tagespflege mit LSF
Hautähnliche Basis
Hochwertige NaturöleOO
Anti-Aging-Wirkstoffe✔✔O
Feuchtigkeit
Hyaluronsäure
Hoher LSF (mind. 30)
UVA-Siegel
Wasserfest

Die Tabelle vergleicht unsere Hautcreme+, Dayshade Cream LSF 30 und eine herkömmliche Tagespflege mit LSF miteinander. Hautcreme+ hat mit den umfangreichsten Wirkstoffen und einer hautähnlichen Cremebasis die besten Pflegeeigenschaften für die Haut. Dayshade Cream LSF 30 bietet einen guten Schutz gegen UVA- und UVB-Strahlen und besitzt trotzdem gute Pflegeeigenschaften. Herkömmliche Tagespflege mit einem LSF von 20 (ohne UVA-Siegel) verfügt über nur unzureichenden UV-Schutz und besitzt nur eine geringe Anzahl und Menge an Anti-Aging-Wirkstoffen.

Dieser Artikel wurde im Juni 2019 aktualisiert.

Quellen
Bundesamt für Strahlenschutz – Was ist der UV-Index?
BASF – The evolution of UVA protection
Canadian Dermatology Association – Sun Safety for Every Day?
Studie auf Pubmed – Natural Antioxidants: Multiple Mechanisms to Protect Skin From Solar Radiation