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Junge Frau mit Sonnencreme auf der Schulter

Stiftung Warentest testet Sonnenschutz – Warum die Testsieger bei uns durchfallen

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Stiftung Warentest hat dieses Jahr wieder Sonnenschutzmittel getestet. Leider wird beim Test  davon ausgegangen, dass jeder zugelassene Inhaltsstoff auch unbedenklich ist. Worauf beim Test wirklich geachtet werden sollte, erfahren Sie in diesem Artikel.

Die drei Testsieger von Stiftung Warentest fallen bei uns durch. Es lohnt sich, bei der Zusammensetzung jeden einzelnen Inhaltsstoff zu analysieren, wie es z. B. beim Portal Kosmetikanalyse möglich ist. Wir haben Douglas Sun 30, Cien Sonnenmilch Classic 30 und Today Sun 30 für Sie analysiert. Die Ergebnisse finden Sie weiter unten.

Wieso enttäuscht Stiftung Warentest ?

Leider versäumt es Stiftung Warentest, tief genug in die Materie einzutauchen. Wir haben die Testkriterien untersucht und die drei wesentlichen Schwachstellen des Tests herausgestellt.

1. Die Qualität der UV-Filter wird nicht beachtet

Gerade bei Sonnencremes sollte besonders auf die UV-Filter geschaut werden. Es sind nämlich nicht alle unbedenklich. Viele der chemischen UV-Filter können sich im Körper anlagern oder sind selber nicht UV-stabil und zerfallen im Sonnenlicht. Dies kann der Haut schaden. Auch sind einige der UV-Filter als Allergene bekannt. Somit können Sie auch für eine Sonnenallergie verantwortlich sein. Mineralische Filter in Nanogröße werden von Stiftung Warentest als unbedenklich eingestuft. Das Problem ist: dies ist noch nicht ausreichend belegt.

Hier geht es zu weiteren Informationen über UV-Filter.
Hier erfahren Sie alles über Nanopartikel in Sonnencreme.
Hier erfahren Sie alles über Sonnenallergie.

2. Duftstoffe reagieren im Sonnenlicht, werden aber nicht beachtet

Bei Sonnencremes sollten Duftstoffe komplett gemieden werden. Diese können zu Pigmentverschiebung beitragen und im UV-Licht fototoxisch wirken. Sie können also die Haut schädigen und begünstigen Sonnenallergien. Leider wird dies bei Stiftung Warentest nicht beachtet. Der Testsieger Today Sun enthält 30 Inhaltsstoffe von denen allein 9 Duftstoffe sind. Darunter viele, die dafür bekannt sind, fotoallergische Reaktionen hervorzurufen.

3. Schädliche Chemikalien werden nicht beachtet

Nicht alles was die Industrie verarbeiten darf, ist auch gut für die Haut. Zwei der Testsieger (Today Sun und Douglas Sun) setzen bei ihren Produkten größere Mengen von denaturiertem Alkohol ein (Inhaltsstoff: Alcohol denat.). Dieser Alkohol wurde vergällt, damit keine Alkoholsteuer bezahlt werden muss. Leider können die zur Vergällung eingesetzten Stoffe die Gesundheit der Haut und des Organismus gefährden. Aber das ist nur ein Beispiel. Der Testsieger der Sonnensprays Nivea Sun pflegendes Sonnenspray setzt bei der Konservierung auf Parabene. Diese stehen im Verdacht, den Hormonhaushalt durcheinander zu bringen.

Unsere Bewertung der 3 Testsieger

Für Sie haben wir uns die Testsieger angeschaut. Leider raten wir von der Verwendung der drei Produkte ab.

Douglas Sun Sonnenmilch 30

Ein Testsieger sieht für uns anders aus. Für diese Erkenntnis genügt es, wenn man sich alleine die ersten drei Inhaltsstoffe anguckt: Wasser, Octocrylene und denaturierter Alcohol. Das Produkt besteht also zu einem großen Teil aus dem chemischen UV-Filter Octocrylene. Dieser reichert sich in unserem Organismus an und wurde bereits in Muttermilch nachgewiesen. Auch die hohe Konzentration an vergälltem Alkohol können wir nicht empfehlen.

UV-Filter Mineralöl & Silikone Allergene Sonstiges
Octocrylene 

Butyl Methoxydibenzoylmethane 

Titanium Dioxid (nano)  ✘
Dimethicone Parfum,
Anise Alcohol
Alcohol Denat.1,2 – Hexanediol

INCI: Aqua, Alcohol Denat., Octocrylene, Glycerin, C 12-15 Alkyl Benzoate, Butyl Methoxydibenzoylmethane, Ethylhexyl Salicylate, Titanium Dioxide (nano), Dicaprylyl Carbonate, VP/Hexadecene Copolymer, Panthenol, Tocopheryl Acetate, Silica, Parfum, Acrylates/C 10-30 Alkyl Acrylate Crosspolymer, Ethylhexylglycerin, Sodium Hydroxide, Carbomer, 1,2-Hexanediol, Caprylyl Glycol, Xanthan Gum, Disodium EDTA, Bisabolol, Dimethicone, Cassia Alata Leaf Extract, Phenoxyethanol, Anise Alcohol, Tocopherol

Cien Sun Sonnenmilch Classic 30

Den zweiten Testsieger können wir ebenfalls nicht empfehlen. Auch hier sind die beiden Hauptbestandteile Wasser und Octocrylene. Wenigstens verwendet Cien reinen Alkohol, anstatt vergällten Alkohol einzusetzen. Silikone werden in allen drei Produkten gefunden. Diese tragen zwar nicht zu einer gesunden Haut bei, sind aber nur in der täglichen Pflege verwerflich. Auffällig ist bei diesem Produkt der exzessive Einsatz von Duftstoffen. So finden sich sieben deklarationspflichtige Duftstoffe auf der INCI-Liste. Dies wäre für uns schon Grund genug, das Produkt zu meiden.

UV-Filter Mineralöl & Silikone Allergene Sonstiges
Octocrylene Ethylhexyl Salicylate Butyl Methoxydibenzoylmethane 

Titanium Dioxid (nano)  ✘
Stearyl Dimethicone Parfum, Linalool, Limonene, Benzyl Salycilate, Eugenol, Citronellol, Coumarin Alcohol

INCI: Aqua, Octocrylene, Alcohol, C12-15 Alkyl Benzoate, Glycerin, Ethylhexyl Salicylate, Titanium Dioxide, Butyl Methoxydibenzoylmethane, Stearyl Dimethicone, VP/Hexadecene Copolymer, Panthenol, Butyrospermum Parkii Butter, Parfum, Tocopheryl Acetate, Ethylhexylglycerin, Carbomer, Acrylates/C10-30 Alkyl Acrylate Crosspolymer, Trimethoxycaprylylsilane, Sodium Hydroxide, Xanthan Gum, Disodium EDTA, Linalool, Limonene, Benzyl Salicylate, Eugenol, Citronellol, Coumarin

Today Sun Sonnenmilch 30

Genau wie bei Douglas Sonnenmilch sind die drei Hauptbestandteile Wasser, Octocrylene und denaturierter Alkohol. Damit ist auch dieses Produkt bei uns durchgefallen. Bei der Beduftung setzt dieses Produkt neue Maßstäbe. Unter 30 Inhaltsstoffen befinden sich ganze 9 Duftstoffe. Eigentlich sollte es bekannt sein, dass diese fotoallergische Reaktionen hervorrufen können. Wer nach Verwendung dieses Produktes also unter allergischen Reaktionen leidet, sollte sich nicht wundern.

UV-Filter Mineralöl & Silikone hormonaktive Substanzen Sonstiges
Octocrylene 

Butyl Methoxydibenzoylmethane 

Titanium Dioxid (nano)  ✘
Dimethicone Parfum, Linalool
Limonene
Alpha-Isomethyl Ionone,
Benzyl Benzoate,
Hexyl Cinnamal,
Citronellol,
Geraniol
Alcohol Denat.

INCI: Aqua, Octocrylene, Alcohol Denat., Glycerin, C12-15 Alkyl Benzoate, Butyl Methoxydibenzoylmethane, Dicaprylyl Ether, Titanium Dioxide (Nano), Tocopheryl Acetate, VP/Hexadecene Copolymer, Panthenol, Caprylil Glycol, Silica, Parfum, Acrylates/C10-30 Alkyl Acrylate Crosspolymer, Sodium Hydroxide, Xanthan Gum, Carbomer, Disodium EDTA, Ethylhexylglycerin, Dimethicone, Tocopherol, Linalool, Limonene, Benzyl Alcohol, Alpha-Isomethyl, Ionone, Benzyl Benzoate, Hexyl Cinnamal, Citronellol, Geraniol

Fazit

Leider versäumt es Stiftung Warentest erneut, tief genug in die Materie einzutauchen. So sind Sie als Verbraucher selber gefragt, einen kritischen Blick auf die Inhaltsstoffe zu werfen. Gerade bei den UV-Filtern schützt der Gesetzgeber den Verbraucher nicht ausreichend. Es sind zu viele bedenkliche Filter erlaubt. Beim Sonnenschutz ist es daher sinnvoll, auf Naturkosmetik zu setzen, denn in dieser finden sich keine chemischen Filter.

Quellen
Stiftung zur Förderung der Hautgesundheit – Kosmetikanalyse
Stiftung Warentest – Die besten Lotionen und Sprays für Erwachsene